Rosinenbomber
Beschreibung
Berlin, 1948. Eine Stadt wartet.
Das Bild zeigt ein Flugfeld – oder das, was davon bleibt, wenn man die Farbe abzieht. Nur Grau. Himmel und Boden fliessen ineinander, die Flugzeuge stehen wie Punkte in einer Landschaft ohne Horizont. Rechts fährt etwas vorbei, unscharf, in Bewegung – das Einzige, das nicht wartet.
Der Name trägt alles: Rosinenbomber. Maschinen, die keine Bomben warfen, sondern Schokolade. Mehl. Kohle. Das Paradox des 20. Jahrhunderts in einem Wort – ein Bomber als Geste der Menschlichkeit.
Das Bild zeigt keine Heldengeschichte. Es zeigt das Vorher: das Rollfeld, die Kälte, die Wiederholung. Flug um Flug um Flug. Grau über Grau. Und irgendwo darin der Gedanke, dass man mit Flugzeugen auch retten kann.
Technik: Öl auf Leinwand, Unikat.
40 x 50cm
